August 28 2016

[Rezension] Kinder unter 3 – Monika Hofmann

Woher habe ich das Buch?

Das Buch „Kinder unter 3“ von Monika Hofmann habe ich direkt beim Verlag als Rezesionsexemplar angefordert. Vielen Dank an dieser Stelle an den Kösel-Verlag.

Klappentext/Inhalt

Krippenkinder spielerisch fördern. Immer mehr unter 3-Jährige besuchen heute Krippen und Kindergarten. Damit gehen neue Herausforderungen einher: Um die ganz Kleinen auf ihrem Weg zu unterstützen, brauchen alle Betreuenden neue Ideen. Dieses Buch bietet zahlreiche erprobte Spiel- und Förderangebote für Kita, Eltern-Kind-Gruppen und Tagesmütter. So helfen Sie den Forschern in Windeln, die Welt zu entdecken! “

Ein kurzer Überblick über die einzelnen Kapitel bzw. Lernbereiche in diesem Buch:

    • Körperbewusstsein
    • Bewegungsentwicklung
    • Spielangebote im Haushalt
    • Feinmotorik
    • Kreativität
    • Sprachentwicklung
    • Erziehung

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Meine Meinung

Das Buch ist von Beginn an gut und deutlich gegliedert. Das Inhaltsverzeichnis ist übersichtlich und mit unterschiedlichen Schriften sehr schön gestaltet.

Zu Beginn gibt es ein paar Seiten über die allgemeine Erziehung unter 3-jähriger und danach folgen viele Spielideen mit den Kindern. Diese sind unterteilt in die oben genannten Punkte.

Viele der Spiele können ohne großen Einkauf von Material gespielt werden. Und auch von Eltern sehr gut zuhause umgesetzt werden.

Für die meisten Ideen gibt es sehr schöne Fotos im Buch, die zeigen, welches Material wie von den Kindern eingesetzt werden kann. Alle Lieder und Sprüche sind abgedruckt und können sofort verwendet werden. Sehr schön finde ich, dass bei den Liedern auch Noten abgedruckt sind, so dass man es mit einem Instrument begleiten könnte.

Das Buch ist aus meiner Sicht allerdings nur für Anfänger in dem Bereich, oder für Eltern geeignet, die sich noch nicht so viel mit Spielen beschäftigt haben. Ich selbst habe als Erzieherin noch nicht so viele Ideen für Kinder unter 3 in der Ausbildung bekommen, aber inzwischen ist es deutlich mehr geworden, da dieser Bereich viel wichtiger geworden ist. Das Buch ist von 2010, einer Zeit wo die Krippen immer mehr wurden. Inzwischen gehört es zum Standard der Ausbildung.

Trotz allem entdeckt man natürlich immer mal eine neue Idee oder holt sich vergessene Ideen wieder ins Gedächtnis.

Fazit / Bewertung

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEin tolles Buch, um als Neueinsteiger ein paar gute Ideen in die Arbeit mit Kindern unter 3 zu bekommen. Auch für Eltern ein durchaus interessantes Buch, um mit den Kindern mal andere Beschäftigungen zu machen.

August 24 2016

Lasst uns über KRANKHEITEN reden

Auch im August haben wir uns wieder ein Thema überlegt, über das wir bloggen möchten, dass nicht unbedingt ein beliebtes Thema zum Bloggen ist. Wobei ich das bei diesem Thema schon fast wieder ausklammern möchte, denn es gibt schon einige Blogs, die sich mit bestimmten Krankheiten beschäftigen, meist sind es dann selbst Erkrankte oder Verwandte/Freunde von Erkrankten.

Wir haben uns für folgende Themen entschieden:

22.08.: Buchvorstellung: Still Alice bei The Fantastic World of Mine

23.08.: Tumor bei Dreamcatcher

24.08.: Kinderkrankheiten bei mir

25.08.: Depressionen bei Bücherfunke

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Nun, ich möchte euch heute etwas über Kinderkrankheiten berichten. Und dazu gibt es heute ausnahmsweise mal einen kleinen Erfahrungsbericht.

Ich bin als Erzieherin in einer Krippe beschäftigt. Die Kinder sind im Alter von 1 bis 3,5 Jahren und können von Montag bis Freitag die Krippe von 8 bis 17 Uhr besuchen. Alle Eltern sind berufstätig.

Nun ist es so, dass genau in diesem Alter die Kinder relativ schnell krank werden. Das Immunsystem ist gerade erst dabei sich zu bilden und viele Kinderkrankheiten finden ihren Weg zu uns. Nicht bei jedem Kind sichtbar, aber trotzdem ansteckend für die anderen. Darunter die bekannten Krankheiten wie Röteln, Windpocken, Keuchhusten etc., aber auch „neuere“ Krankheiten wie „Hand Mund Fuß“. Und natürlich immer wieder eine Erkältung oder auch mal Durchfall/Erbrechen.

Und genau da bin ich beim Punkt, den ich heute einmal berichten möchte. Ihr hattet sicherlich alle schon einmal eine Erkältung bzw einen grippalen oder Magen/Darm Infekt, oder? Wart ihr dann arbeiten? Falls ja, war die Konzentration bzw. Arbeitsfähigkeit sicherlich eingeschränkt.

Den Kindern in der Krippe geht es in solchen Momenten nicht anders. Denn für die Kleinen ist ein Tag in der Krippe, wie für uns ein Arbeitstag. Denn sie spielen nicht einfach nur, sie lernen, nehmen sehr viele Informationen auf und es ist wirklich anstrengend. Bis zu 15 Kinder gemeinsam in der Gruppe, von uns Erzieher_innen verschiedene Spielmöglichkeiten und gesonderte Angebote.

Wenn dann ein Kind in die Krippe kommt, dem es nicht so gut ist, merken wir dies sofort. Irgendwas ist anders, die Begrüßung, das Verhalten zu anderen und das allgemeine Spielverhalten zeigen uns ziemlich schnell, dass etwas nicht stimmt. Da die Eltern nicht da sind, sind wir in der Verantwortung. Wir warten eine gewisse Zeit ab, beobachten das Verhalten und überlegen, wie wir dem Kind helfen können. Viel kuscheln, vorzeitig in den Schlafraum gehen?! All dies ist möglich und wird auch regelmässig gemacht. Aber wir sind der Meinung, dass in solchen Momenten das wichtigste die Eltern (oder auch Großeltern) wären und das eigene Zuhause. Nur dort können sie runter kommen.

Worauf ich hinaus will? Viel zu oft, bringen Eltern ihre Kinder in Einrichtungen, obwohl sie eigentlich nach Hause müssten, denn sie sind krank oder zumindest nicht so fit, um einen „Arbeitstag“ in der Krippe zu überstehen. Wir wissen, dass die Eltern selbst arbeiten müssen und leider heutzutage die Arbeitgeber nicht immer positiv gestimmt sind, aber für das eigene Kind und die Gesundheit sollte man an dieser Stelle anders handeln. Gönnt dem Kind mal ein paar Tage Zuhause Ruhe, bis es wirklich wieder fit ist.

Noch schlimmer ist es, wenn ein Kind über Nacht Fieber hatte oder sich Erbrochen oder Durchfall hat. Manche Eltern berichten dies beim Bringen der Kinder und am liebsten würden wir die Kinder in diesen Momenten gleich wieder mit nach Hause geben. Leider dürfen wir es nicht. Sollte das Kind dann in der Krippe eines der Symptome aufweisen, dürfen wir anrufen und das Kind abholen lassen.

Mir ist bewusst, dass es wirklich nicht immer einfach für die Eltern ist, aber sie setzen dabei die Gesundheit des eigenen Kindes, das der anderen Kinden und letzendlich auch der Erzieherinnen aufs Spiel. Ich wünsche mir an dieser Stelle ein Veränderung der Einstellung von Arbeitgebern, von Eltern und eigentlich auch eine andere Gesetzeslage.