Dezember 19 2016

[Adventskalender] 19.12.2016 – Bridget Harker

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Heute stelle ich euch Bridget Harker und ihren weihnachtlichen Kurzroman „Verschneite Küsse“ vor.

Liebe Bridget, bitte erzähle etwas über dich

Ich bin 36 Jahre alt und verheiratet. Ich lese sehr gerne, obwohl mir dafür manchmal die Zeit fehlt, da ich zwischenzeitlich nämlich auch mein Faible fürs Nähen entdeckt habe. Und natürlich fürs Schreiben. Da muss man wirklich abwägen, was man tun möchte, ohne dass irgendwer aus der Familie zu kurz kommt …

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Wie bist du zum Schreiben gekommen und seit wann schreibst du?

Das erste Mal wollte ich mit 12 einen Roman schreiben. Damals habe ich sehr viel „Dolly“ und „Hanni & Nanni“ gelesen und fand Internatsgeschichten dermaßen super, dass ich selbst auch so eine Geschichte verfassen wollte. Hat leider nicht geklappt, was zum Teil auch daran lag, dass mein sämtliches Wissen über Internate einzig aus Enid Blytons Büchern stammte und das leider mehr als offensichtlich war.

Auch mein Abenteuer-Schatzsuche-Liebes-Roman drei Jahre später, ich war nun 15,  ist bis heute unvollendet geblieben. Zur Geschichte wurde ich durch den ersten Teil der „Indiana Jones“-Filme inspiriert. Allerdings hoffe ich hier nach wie vor, dass sie irgendwann tatsächlich fertig wird. Mal sehen.

Ideen waren über all die Jahre eigentlich immer welche da, nur habe ich sehr lange gebraucht, bis ich endlich den ersten Roman fertig geschrieben hatte. Das war im letzten Jahr und ich bin sehr stolz darauf. Es heißt, dass nur 1% aller Menschen, die ein Buch anfangen zu schreiben, es auch tatsächlich beenden.

Wo schreibst du am liebsten? Hast du Rituale?

Morgens stehe ich sehr früh auf, um noch vor der Arbeit zwei Stunden schreiben zu können. Ich bin ein absoluter Morgenmensch, weshalb zu der Zeit mein Kopf und auch meine Finger ziemlich produktiv sind. Außerdem habe ich dann den positiven Nebeneffekt, dass ich den Rest des Tages weiß, dass ich ein bestimmtes Pensum schon abgearbeitet habe. Alles, was am Abend noch dazu kommt, ist on top. Psychologisch gesehen tut diese Erkenntnis richtig gut und man hadert weniger mit Schuldgefühlen, wenn doch wieder der Tag nicht so verlaufen ist, wie er ursprünglich geplant war. 

Warum hast du dich für Selfpublishing entschieden?

Ich wollte wissen, ob ich Schreiben kann. Geschichten erzählen. Verlage lehnen sehr viele Manuskripte ab und diese hohe Quote stellte für mich lange eine unsichtbare Hürde dar, irgendein Buch überhaupt fertig zu schreiben. Eine mögliche Absage hat mich also schon im Vorfeld gehemmt, weil ich mir nie sicher war, ob meine Ideen gut genug sind oder mein Schreibstil. Ob das Gesamtpaket stimmte. Ständig habe ich alles Geschriebene wieder und wieder überarbeitet. Sicherheitshalber. Und fand es danach trotzdem nicht besser.

Das Selfpublishing bot sich mir als ideale Spielwiese zum Ausprobieren und Austoben an. Schritt 1 zu meinem Traum sozusagen. Mittlerweile hat sich ein Verlag sogar für mein Buch interessiert, was also bedeutet, dass ich mir damals viel zu viele Gedanken darüber gemacht habe, nicht gut genug zu sein.

Dennoch habe ich mittlerweile entdeckt, dass das Selfpublishing genau mein Ding ist. Als kreativer Mensch kann ich mich nicht nur in meinen Geschichten ausleben, sondern auch beim Drumherum, wie der Gestaltung des Covers, der Erstellung des Taschenbuchs. Wer technikaffin ist, hat hier unendliche Möglichkeiten, sich selbst zu verwirklichen. Und wer mit dem Computer nicht ganz so fit ist, kann sich bei diversen Dienstleistern diesen Service auch einkaufen. Selfpublishing bedeutet zwar viel Arbeit, aber auch viel Freiheit. Man kann viel selbst bestimmen, viel ausprobieren. Das Konzept ist äußerst flexibel und dabei trotzdem einfach. Ich kann es nur empfehlen.

Gibt es noch etwas, was du anderen Selfpublishern/Autoren oder deinen Lesern mit auf den Weg geben möchtest?

SP/Autoren: Gebt immer Euer Bestes, seid Profis. Gebt den Lesern das Gefühl, dass sie Euch wichtig sind. Dass Ihr das Buch nur für sie geschrieben habt. Dazu gehört auch, dass man sich um Qualität bemüht. Nur weil einem vielleicht nicht viel Geld zur Verfügung steht und man sich jeden Cent zusammensparen muss, heißt das nicht, dass man nicht trotzdem das Optimum für Cover, Korrektorat, Inhalt, etc. herausholen kann. Es geht! Google ist dein Freund. Und Matthias Matting auch (www.selfpublisherbibel.de).

 

Lesern: Gerade für Selfpublisher, aber auch Verlags-Autoren ist es wichtig, Feedback zu bekommen. Wenn Euch ein Buch gefallen hat – oder auch nicht – sagt es. Amazon zum Beispiel macht Bücher sichtbarer, wenn sie eine bestimmte Anzahl an Rezensionen (bzw. Sterne) erhalten haben. Andere Romane verschwinden geradezu im Nirvana der Abermillionen E-Books, wenn sie niemand bewertet. Helft den Autoren bitte mit Eurer Meinung, denn nur Ihr könnt ihm dabei helfen, andere auf sein Buch neugierig zu machen! Eine Rezension muss nicht in ellenlange Aufsätze ausarten. Kurz und knackig reicht durchaus auch.

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Inhalt des Buches „Verschneite Küsse“

Eingeschneit im Nirgendwo. Als Louise nach einem Autounfall in einem unscheinbaren Örtchen in West Yorkshire Hilfe findet, muss sie feststellen, dass sie dort aufgrund des schlechten Wetters länger bleiben muss als gedacht. Ausgerechnet über Weihnachten!

Wie gut, dass sich in der Zwischenzeit der gutaussehende Patrick um sie kümmert und so himmlisch küssen kann …

 

Weitere Veröffentlichungen von Bridget Harker

  • „Ich und Jefferson McGee“

Mehr über Bridget könnt ihr auf ihrer Homepage, bei Facebook und bei Instagram finden.

 

Gewinnspiel

Wie heißt die Protagonistin im Buch? Merkt euch den vierten Buchstaben.

Mehr Infos zum Gewinnspiel gibt es *hier*

 


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Veröffentlicht19. Dezember 2016 von Hjördis in Kategorie "Bücher

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