November 16 2016

[Adventskalender] 16.11.2016 – Gabriele Steininger

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Heute darf ich euch Gabriele Steininger und ihr Buch „Marc & Aura – Das Vermächtnis der Magier“ vorstellen.

Liebe Gabriele, erzähle etwas über dich

1977 in einer kleinen bayrischen Stadt (Bad Kötzting) geboren, bin ich bis heute dem Landkreis Cham treu geblieben.
Berufe hatte ich schon mehrere, Berufung nur eine Einzige.
Wer mich kennt weiß, dass ich nicht halb so altmodisch bin, wie eine Beschreibung meiner Hobbies mich vielleicht erscheinen lässt. Stricken, Häkeln, im Garten planen und pflanzen, backen und kochen hört sich nicht gerade hip an. Fotografie und Bildbearbeitung gehört wie das Zeichen, Malen und Schreiben teils zu meinem Freizeitbereich und natürlich zu meinem selbsterwähltem Beruf der Autorin.

Wie bist du zum Schreiben gekommen und seit wann schreibst du?

Eine schwierige Frage. Ich glaube nicht, dass man zum Schreiben kommt. Man wird nicht eines Tages wach und sagt, ich schreibe jetzt Bücher. Es ist etwas, das in einem steckt wie ein Virus. Es arbeitet und brütet in einem wie eine beginnende Grippe und die Frage ist nur, wann es ausbricht. Geschrieben habe ich schon immer. Es gab Phasen in meinem Leben, in denen es weniger war und welche, in denen es beinahe eskaliert ist. Noch heute besitze ich diverse Tagebücher aus Teenagerzeiten, deren pubertierende Ergüsse mich immer wieder zum Lachen bringen. Anfänge von Geschichten, Gedichte, Verzweifelte Dokumentationen von unglücklichen Schwärmereien. Leider sind ganze Kartons voller begonnener Werke und Ideen, gut gemeinten aber falschen Ratschlägen zum Opfer gefallen und im Papiermüll gelandet.
Um der gestellten Frage aber gerecht zu werden, es gab ein Schlüsselerlebnis in meinem Leben, welches mich zum beruflichen Schreiben gebracht hat.
Ein schlechter Krimi.
Eine Freundin empfahl mir das Buch und enttäuscht gab ich es ihr mit den Worten:“ So ein Schmarrn, da weiß man ja auf Seite 50 schon bescheid und kann sich die restlichen 300 Seiten sparen“ zurück. Sie meinte ich solle es besser machen und das tat ich dann auch. Ich schrieb mein erstes Buch. Was als Liebesroman geplant war, endete als Krimi, denn plötzlich war da eine Leiche. Veröffentlicht habe ich erst Jahre später auf Drängen einer anderen Freundin, die das Skript gelesen hatte.

Wo schreibst du am liebsten? Hast du Rituale?

Ich schreibe überall und mit allem, was sich dazu eignet. Die ungewöhnlichste Art bisher, mit einem Stock in den Boden und mit dem Handy abfotografiert. Es war nur ein Satz, aber ich wollte ihn unbedingt so behalten, wie er mir in diesem Moment eingefallen war. Auf der Suche nach neuen Charakteren schreibe ich gerne in Cafés. Es ist leicht eine Person mit Worten zu skizieren, wenn sie einem direkt vor Augen ist. Die Arbeit am Buch selbst mache ich am PC. Bin ich unterwegs, reichen auch Stift und Zettel um Ideen, die mir durch den Kopf schießen, fest zu halten.
Rituale an sich habe ich nicht. Lediglich Regeln, die ich mir selbst auferlegt habe.
„Schreibe niemals, wonach dir nicht ist.“
„Veröffentliche niemals, was du nicht selbst lesen würdest.“

Warum hast du dich für Selfpublishing entschieden?
Das hat mehrere Gründe.
1. Habe ich gerne alles im Griff. Ich übernehme die komplette Gestaltung des Buches vom Cover über das Schriftdesign, Illustrationen, Rahmen, Seitenziffern bis hin zum Klappentext.
Viele Verlage akzeptieren das nicht. Ich wiederum akzeptiere nicht, dass mir etwas vor die Nase gesetzt wird, was ich nicht möchte.
2. Limitierungen von maximal 20 Stück, bestimmter Ausgaben. Kein Verlag macht das mit. Wirtschaftlich verständlich, doch ich bin der Meinung, eine Limitierung sollte die Betitelung als solche verdienen und ich bin sehr stolz auf meine Sonderexemplare mit ihren feinen Extras.
3. Überproduktion… Mir blutet das Herz, wenn ich in den verschiedenen Discountern Bücher mit über 300 Seiten für 2,99 € sehe. Werke, an denen die Erschaffer teilweise Jahre gesessen, verzweifelt gearbeitet, mühevoll recherchiert und gebrütet haben, um dem Leser etwas Besonderes zu geben. 2,99 €! Das ist Wegwerfware, die den Bücherschrank in vielen Fällen nicht einmal berührt, sondern mit beenden der letzten Seite im Papiermüll landet, weil es sich nicht lohnt dafür einen Platz zu suchen.
4. Die Verlage selbst. Am Anfang meiner Karriere schickte ich Manuskripte an namhafte Vertreter. Ein Fantasy-Verlag schrieb mir nach 6 Monaten, mein eingesendetes Skript (Fantasy) würde nicht in ihr Verlagsprogramm passen. Andere schafften es nicht einmal eine Absage zu formulieren. Wieder andere, wollten von mir erst einmal Geld sehen, bevor sie sich das Skript überhaupt ansehen würden. Ich habe noch nie gehört, dass man für erbrachte Arbeit zahlen muss.
5. Und last but not least… Weil ich es kann.
Es hat Mühe und Zeit gekostet, mich mit Design, Fotografie, Bildbearbeitung, Grammatik, Rechtschreibung, Stil und Schreibweisen auseinander zu setzten und mich zu entwickeln. Es wird mich immer wieder Mühe kosten, denn ich bin Mensch und entwickle mich stetig weiter.
Ich habe es mir ausgesucht, es ist meine Berufung und es macht mich glücklich.

Gibt es noch etwas, was du anderen Selfpublishern/Autoren oder deinen Lesern mit auf den Weg geben möchtest?

An die Leser:
Der Markt der Selfpublisher ist härter als jeder andere, verlagsunterstützter. Viele Autoren werden gepusht durch Werbung, die man an jeder Ecke sieht. Selfpublisher sind echte Kämpfer. Schwarze Schafe gibt es überall, doch wie in jeder Sparte kristallisieren sie sich relativ schnell heraus. Wenn ihr also lest, dass jemand zu dieser Gruppe gehört, winkt nicht einfach ab. Ich persönlich lese viel und es gibt einige Bücher, die über Bod in meinen Regalen gelandet sind, während es sogenannte Bestseller im Verlagsdruck mit mir nicht einmal bis zur Kasse geschafft haben. Letzten Endes ist es Geschmackssache, ob gefällt was ein Autor zu Papier bringt, ungeachtet der Tatsache, ob es über Verlag oder Selfpublishing passiert ist.

An Selfpublischer, indipendent Autoren und Autoren:
Lasst Euch nicht von ZUZAHL-Verlagen über den Tisch ziehen. Wer Geld hinblättern soll, damit er arbeiten darf, sollte sich überlegen, ob das so richtig sein kann.
Bleibt Euch selbst treu. Lasst Euch von Lektorat nicht aus der Spur bringen. Nehmt an, was Euch gut und sinnvoll erscheint, den Rest streicht einfach durch. Manchmal reicht es schon, sich eine zweite Meinung zu holen.

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Inhalt des Buches:
Info:
Hierbei handelt es sich um das erste Buch der Trilogie über die Atlanten von Wheed.
Klappentext:
Die Geschwister Marc und Aura sind auf Wheed groß geworden. Eine Welt, deren Geschichte von Mythen und Legenden erzählt wird und die einst ihre eigene Magie besaß.
Eine uralte Prophezeiung über den Zeitpunkt, an dem ein auserwählter Wahrer erscheinen wird, um diese Magie wieder zurück zu holen, ist Anlass für einen Wettlauf mit der Zeit. Wächter und Riege, die Jahrhunderte im Verborgenen agiert haben, sind nun auf der Suche nach dem Einen.
Auf einer Reise über die Platten geraten die Geschwister zwischen die Fronten von Gut und Böse.

Weitere Veröffentlichungen von Gabriele Steininger

Belletristik:
• Hund is Hund – Geschichten und Gedichte aus Bayern zu einer anderen Zeit
• Truck Tales I – Geschichten von der Straße
• E-Book Stories – True Love (Kurzgeschichte)
Krimi:
• John K. Rickert – Der Fall Mc Fleed (Band I)
• John K. Rickert – Der Todesfall (Band II)
• John K. Rickert – Geschichten eines Detektivs (Vorteilsausgabe Band I + II)
• Rosen auf Schnee
• teilweise tödlich (Anthologie, Hrsg. Kracht Michael: Kurzgeschichte von John K. Rickert – Dr. Müllers Geheimnis)
• E-Book Stories – Blutkinder (Kurzgeschichte)
• E-Book Stories – Katzenserenate (Kurzgeschichte)
Fantasy:
• Hexenbesen Zauberkessel – 7 Geschichten von Dunkel und Hell

Wenn ihr mehr über Gabriele und ihre Bücher wissen wollt, schaut auf ihrer Facebookseite , ihrer zweiten Facebookseite 😉 oder ihrer Homepage vorbei.

Gewinnspiel

Wie heißen die Geschwister im Buch. Marc und ???. Merkt euch den zweiten Buchstaben

Mehr Infos zum Gewinnspiel gibt es *hier*


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Veröffentlicht16. November 2016 von Hjördis in Kategorie "Bücher

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